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10.03.08 16:26 Alter: 4 yrs

Trauriges Ende im Derby gegen SV Rheinwacht Stürzelberg

Kategorie: aktuelle News, Spielberichte

 

Mit der Rheinwacht aus Stürzelberg stellte sich am Sonntag der Dritte der Tabelle beim SC Rheinfeld 07 vor. Alles war hergerichtet, jeder freute sich auf einen spannenden Lokalkampf. Doch leider wird das Spiel wohl erst vor der Spruchkammer entschieden.

Das Spiel begann erst mit 15 minütiger Verspätung, da der angesetzte Schiedsrichter aus noch nicht bekannten Gründen den Weg auf unsere Sportanlage nicht fand. Nun sieht es die Rechts- und Verfahrensordnung des Fussballverbandes vor, dass der Schiedsrichter von einer der beiden Mannschaften gestellt werden muss.  Hier hat zunächst der Gast das Recht einen Schiedsrichter zu bestimmen. Davon machten unsere Gäste aus Stürzelberg gebrauch. Als Schiedsrichter fungierte fortan der Trainer der Rheinwacht. Dafür gilt ihm zunächst ein Dankeschön.

Das Spiel begann also mit Verspätung, doch unsere Mannschaft war sofort hellwach und ergriff die Initiative. Nach 5 Minuten stand lediglich der Pfosten einer Rheinfelder Führung im Wege. Auch der Nachschuss wurde nicht ins Tor befördert. Weiteren guten Angriffen fehlte entweder der letzte Pass oder einfach einmal der Egoismus selbst das Tor zu machen. So wurde die Mannschaftsdienlichkeit manchmal einen Tick übertrieben. Erst als Salvatore Cavaleri sich ein Herz nahm und die gesamte Länge des Platzes mit dem Ball links entlang lief, spürte man die Entschlossenheit. Es folgte ein geniales Zuspiel auf Jakob Glomb, der den Ball volley im Netz versenkte. Das 1:0 war zu diesm Zeitpunkt völlig verdient. Jetzt kam der Gast aus Stürzelberg naturgemäß stärker in die Offensive, ein schöner Lupfer klatsche ebenfalls gegen den Pfosten. Es war jedoch die einzige nennenswerte Chance für die Rheinwacht, im Gegenzug wurde zwei, drei Konter des SC Rheinfeld zu überhastet abgeschlossen. Der Schiedsrichter hatte mit dem absolut fairen Spiel keine Probleme.

Nach der Halbzeit wurde es noch spannender, da unsere Gäste den Druck jetzt noch einmal erhöhten. Doch die erste Chance hatte Florian Herrmann, der freistehend den Ball in die Arme des Torhüters spielte. In der Folge liess unsere Mannschaft etwas die letzten Einsatzwillen vermissen, so dass folgerichtig in der 55. Minute das 1:1 fiel. War der Gegentreffer in dieser Phase nicht unverdient, galt er doch als Weckruf für unseren Mannschaft. Der SC R schlug sofort zurück, nur 3 Minuten nach dem Ausgleich die erneute Führung durch Patrick Bettin. Eine mustergültige Flanke in den Strafraum konnte Peppi völlig frei annehmen und verwerten. Jetzt wurde es ein offener Schlagabtausch mit Chancen hüben wie drüben.

Es folgten nun die Höhepunkte der Partie, zunächst das 2:2 durch eine tolle 20 Meter Bogenlampe eines Stürzelbergers, und postewendend nur 2 Minuten später das 3:2 durch unseren Neuzugang Sebastian Schurr, ebenfalls ein Ding aus fast 20 Metern genau unter die Latte. Dieses Führungstor erzielte der SC Rheinfeld in der 82. Minute.

Drei Minuten später ein toller Pass aus der eigenen Hälfte des SCR auf den startenden Jakob Glomb  und der Abseitspfiff des bis dahin gut leitenden Schiedsrichters. Es war eine ganz knappe Entscheidung und wie immer mit ein wenig Gebrüll versehen. Doch was der Schiedsrichter jetzt machte, konnte niemand nachvollziehen. Scheinbar fühlte er sich persönlich angegriffen und brach das Spiel vollkommen unfassbar in der 85. Minute ab.

Keine Beleidigung, keine Bedrohung, nicht eine einzige gelbe oder rote Karte hatte dieses Spiel. Es gab nicht einmal ein grobes Foul. Von Agressionen wie später im Spielbericht zu lesen keine Spur. Alle Bemühungen, gerade auch von Seiten der fairen Stürzelberger Spieler, brachten den Schiedsrichter nicht von seiner willkürlichen Entscheidung ab. Schade, dass dieses Spiel einen solchen Ausgang nehmen musste. Es sein an dieser Stelle aber noch einmal den Spielern beider Mannschaften für den fairen Umgang, gerade nach dieser Entscheidung, ausdrücklich gedankt.