Türkische Jugend II gegen SC Rheinfeld 3:3 - Sportliche Fairness sieht anders aus
Ein tolles Spiel zwischen der Türkischen Jugend II und dem SC Rheinfeld 07 bekamen die zahlreichen Zuschauer auf dem Realschulplatz gestern geboten. Zumindest bis zur 60. Minute .......
Doch von Anfang an …..
Sofort nach dem Anpfiff war unsere Mannschaft hellwach und zeigte die vom Trainer angemahnte Leistungsverbesserung nach den schlechten Trainingsleistungen der letzten Wochen. Florian Hermann, Rene van Rienen und Patrick Bettin hätten bereits früh für eine Führung sorgen können.
In der 20. Minute war es dann soweit, Rene van Rienen setzte sich gegen 3 Gegenspieler durch und setzte den Ball in die Maschen. Diesmal ruhte sich unsere Mannschaft nicht auf ihrer Führung aus. Sie setzte nach und wollte mehr. Nach einen klaren Foul an Daniel Gaschler gab es den berechtigten Elfmeter. Diesen verwandelte Mattes Nowak in der 28. Minute sicher. Jetzt machte der Gegner mehr Druck und für ein paar Minuten schwamm die Abwehr des SCR. Die Halbzeit kam daher zum richtigen Zeitpunkt.
Nach einer taktischen Umstellung zeigte sich unser Team wieder sortierter und wollte die Entscheidung. Diese fiel dann in der 51. Minute, Flo Hermann erzielte überlegt mit einem Schlenzer das 3:0. Die Sache war damit vermeintlich entschieden, denn auch der Treffer zum 1:3 der Gastgeber konnte den SCR nicht schocken.
Doch dann begannen eine Reihe von Fehlentscheidungen des bis dahin weitestgehend neutralen Schiedsrichters. Der ursprünglich vom Verband angesetzte Schiedsrichter hatte den Weg zur Beethovenstraße nicht gefunden. Somit lag die Auswahl des Ersatzschiedsrichters bei den Gästen – und damit bei unserer Mannschaft. Unser eigener Schiedsrichter Olaf Schülke war auf dem Platz und wollte aber nicht pfeifen, da er befürchtete nicht unparteiisch genug zu sein. Eine Entscheidung die viel Respekt abnötigt und dem Ersatzschiedsrichter Gürkan Bora als Trainer und Vorstand bei der Türk. Jugend tätig sicher als Warnung hätte dienen können.
Denn was sich ab der 60. Minute auf dem Platz abspielte war mehr als nur ärgerlich. Die Spieler des SC Rheinfeld schienen fortan Freiwild zu sein. Laufduelle ohne Körperkontakt wurden als Foulspiele zugunsten der Gastgeber gewertet. Ein klarer Elfmeter – ein Foul an Rene van Rienen im Strafraum - wurde nicht gegeben. Fast jeder Angriff des SCR wurde mit einem Abseitspfiff beendet. Eine grobe Tätlichkeit eines Türkischen Spielers, der Salvatore Cavaleri mit dem Ellenbogen im Gesicht schlug, wurde ebenso nicht gesehen, wie das Nachtreten des Selben Spielers an dem am Boden liegenden Cavaleri. Beleidigungen seitens der türkischen Spieler wurden fortan Bestandteil des Spieles und vom „Unparteiischen“ ebenfalls nicht gehört.
In der 80. Minute dann das 2:3 - nachdem Salvo Cavaleri wieder einmal gefoult wurde. Heraus kam ein Treffer für die Türkische Jugend, der – wenn man die Regeln des DFB beachtet hätte, durch einen Freistoß für den SCR so nie zustande gekommen wäre. Florian Herrmann und Rene van Rienen waren zu dieser Zeit durch etliche Fouls der Gastgeber kaum noch in der Lage zu gehen, doch auch diese eigentlich unübersehbaren Tätlichkeiten – manche Zuschauer wunderten sich bereits seit längerem über die Entscheidungen - schien dem Schiedsrichter auch zu entgehen. Wer dachte, dass es nicht mehr schlimmer geht, wurde am Ende eines besseren belehrt. In dem bis dahin kaum unterbrochenen Spiel mit nur einer gelben Karte wurden 5. Minuten Nachspielzeit angezeigt. Aus den ursprünglich 5 Minuten wurden dann 9 Minuten. So kam es wie es seitens des „Unparteiischen“ kommen sollte - in der 98. Minute der Ausgleich. Gepfiffen wurde ein Freistoß für die Türkische Jugend der - wie so oft in diesem Spiel - keiner war. Nach dem Ausgleich wurde dann beruhigt abgepfiffen. Vorher zeigte er Mattes Nowak aber noch gelb, obwohl ein Spieler der Türkischen Jugend die schnelle Ausführung des Anstoßes verhinderte und den Ball direkt blockierte. Als Nowak dieses Verhalten beim Schiedsrichter, der zwei Meter daneben stand, beanstandete, zog der „Unparteiische“ gelb gegen Nowak. Auch dies eine von vielen erschreckenden Fehlleistungen des Schiedsrichter.
Ein großes Kompliment von Vorstand und Trainer geht hier an die Spieler des SC Rheinfeld, die trotz dieses Ergebnisses und des Verhaltens von Gastgeber und Schiedsrichter ruhig geblieben sind und die Situation damit erheblich entschärft haben. Schade nur, dass dies auf Kosten der sportlichen Fairness von Gastgeber so ausgenutzt wurde …….
